Die Reise endete nicht mit der selbstgebauten Feldkamera. Angezogen vom Reiz der Präzision und Handlichkeit erwarb ich schließlich eine Graflex Super Graphic. Diese Kamera, in ihrer Funktionalität durchaus begeisternd, brachte ihre eigenen Herausforderungen mit sich — allen voran ihr Gewicht. Mit fast 60 Jahren wiegt jedes Kilogramm doppelt, ob an der Hüfte oder in der Hand.
Diese Erkenntnis führte zu einer neuen Vision: eine Kamera, die nicht nur das Wesen der Großformatfotografie verkörpert, sondern dabei federleicht ist. Mit diesem Ziel vor Augen wandte ich mich dem modernen Wunder des 3D-Drucks zu. Erneut entstanden Pläne in Fusion360, Ideamaker zerlegte die Entwürfe in druckbare Schichten, und der Geeetech A10 wurde damit beauftragt, diese Designs zum Leben zu erwecken.
Die ersten Ausflüge in die Welt des 3D-Drucks waren von Rückschlägen geprägt. Probleme mit Stabilität und Maßgenauigkeit plagten die frühen Prototypen. Doch Ausdauer ist die Mutter der Erfindung. Nach zahlreichen Anpassungen und Tests fand ich Einstellungen, die stabile und präzise Kamerateile lieferten. Die Drucke brauchten ihre Zeit — aber das Ergebnis war eine Kamera, die leicht und funktional zugleich war. Ein echtes Zeugnis der Verbindung von traditionellem Handwerk und moderner Technologie.